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2018 startete ein zunächst dreijähriges Projekt „Die Glasbestände der schwarzburgischen Residenzen aus dem 16. bis 18. Jahrhundert“. Im Mittelpunkt steht die Erforschung von historischen Glasobjekten, die zwischen 1600 und 1800 auf dem Gebiet der Grafen bzw. Fürsten von Schwarzburg in Thüringen hergestellt, gehandelt, gekauft und genutzt wurden. Glas führt einen produktiven Trialog zwischen Geisteswissenschaften, Museum und Naturwissenschaften.
Sonderausstellungen mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten an vier Orten in Thüringen, in Sondershausen, Frankenhausen, Arnstadt sowie Rudolstadt, zeigen die Ergebnisse des umfangreichen Projektes auf und entführen Besucher in eine Welt mit Kreationen aus diesem zerbrechlichen, höchst empfindlichen Material.

Die Ausstellung in Sondershausen dreht sich um Glas als Material der sozialen Eliten. Der "Schwarzburger Willkomm" symbolisiert dabei höfische Trinkrituale. Einen Glanzpunkt stellt die Goldene Kutsche dar, deren Verglasung die Schwarzburger bei ihren Fahrten sichtbar machte und schützte. Ein zweites Thema beleuchtet die Innovationskraft von Glas.

Jürgen Raiber

"Ein Kunstwerk darf nicht als eine Talent- und Geschmacksangelegenheit betrachtet werden, sondern als die Manifestation einer geistigen Kraft".

Wilhelm Rudolph

 

 

In der Annäherung an gegenständliche Spektren suche ich nach Möglichkeiten der Befreiung von festgelegten Strukturen - ein Arbeitsprozess im Wechsel zwischen Realität und Erfindung, Unterbewusstem und Bewusstem, es geht um Spannung zwischen Psyche und Körperlichkeit.

 

 

Retrospektiv betrachtet verläuft dieser Arbeitsprozess linear. Zufälliges, Spontanes spielen eine Rolle, persönliche Widerfahrnisse, u.a. Unfall, Tod von Angehörigen, Veränderungen, Entdeckungen bedingen wechselnde Arbeitsweisen, deren Ergebnisse bedienen verschiedene Assoziationsebenen.

 

 

Die Magie alten Spielzeugs und alter Kasperpuppen führt zur Übernahme in die Kunst, sozusagen transformierte Transformation, ein Dialog mit einem Medium, Meditation und Beschwörung.

 

 

Es entsetht "Spielzeug", das ich mir selbst schaffe, Figuren montiert aus Arbeitsresten und verschiedenen nutzlosen Gegenständen, patiniert durch Arbeistsspuren.

Meterlange hölzerne Gesichter, mit der Kettensäge gearbeitet, werden als Druckstöcke genutzt.

 

Torsen, Köpfe, hölzerne Figuren werden in die Grafik und Malerei übernommen, Bilder im lebensbejahenden Dunkel, alte Drucke werden übermalt, vielsprachiges Schwarz, der Wechsel von Plastischem und Malerischem auf Leinwand und Papier.

 

Kategorien wie Vergänglichkeit, Leben und Tod bestimmen oft meine Arbeit und werden zu meschlichem Maß in einer Alltagswelt, die Wunder nicht ausschließt.

 

Täglich neu vom eigenen Anspruch getrieben ist die Arbeit für mich ein fortwährender Versuch der Selbstvergewisserung.

 

Jürgen Raiber, am 28.02.2022

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